GGL verschärft Kampf gegen den Online-Glücksspiel-Schwarzmarkt – Neue Regulierungsansätze in Deutschland
Die GGL zieht Bilanz im Kampf gegen den Schwarzmarkt und plant Anpassungen der Regulierung, um die Attraktivität legaler Angebote zu erhöhen und den Spielerschutz zu verbessern.

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) in Deutschland intensiviert ihre Bemühungen, den wachsenden Schwarzmarkt im Bereich des Online-Glücksspiels einzudämmen. Angesichts der Zunahme illegaler Angebote und des damit verbundenen Risikos für Spielerinnen und Spieler prüft die GGL neue und flexiblere Regulierungsansätze, um die Kanalisierung hin zu lizenzierten Anbietern zu verbessern. Der deutsche Online-Glücksspielmarkt steht weiterhin vor der Herausforderung, illegale und nicht regulierte Angebote effektiv zu bekämpfen. Schätzungen zufolge erreichte der Schwarzmarkt im Online-Glücksspiel im Jahr 2024 ein Volumen von etwa 500 bis 600 Millionen Euro. Ein erheblicher Teil dieser illegalen Aktivitäten stammt von Betreibern außerhalb der Europäischen Union. Die GGL hat in den letzten Jahren ihre Kapazitäten zur Bekämpfung des Schwarzmarktes deutlich ausgebaut. Allein im Jahr 2025 wurden über 600 Aufsichtsverfahren durchgeführt und 1.843 illegale Websites blockiert. Seit Januar 2024 verstärkt die GGL ihren Fokus auf die Durchsetzung von Vorschriften durch strengere Compliance-Prüfungen und eine verbesserte Zusammenarbeit mit Zahlungsdienstleistern. Angesichts der Tatsache, dass sich Geschäftsmodelle im iGaming-Sektor schnell entwickeln, fordert die GGL flexiblere Gesetze. Ein wichtiges Anliegen ist die Verbesserung der Kanalisierungsrate, die Ende 2025 bei 77% lag. Um diese Rate weiter zu erhöhen, prüft die GGL neue Regulierungsansätze, die möglicherweise auch eine Lockerung einiger bisheriger Beschränkungen beinhalten könnten, wie beispielsweise eine Anhebung des Spieleinsatzlimits für virtuelle Spielautomaten auf 5 Euro. Die GGL steht vor der komplexen Aufgabe, einen legalen und sicheren iGaming-Markt in Deutschland zu etablieren. Für Spielerinnen und Spieler bedeutet dies eine fortlaufende Notwendigkeit, auf die Lizenzierung und Seriosität der angebotenen Plattformen zu achten.
Quellen
- Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) Pressebereich(20. Mai 2025)
- iGaming Business(21. Mai 2025)
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